Die Studienrichtung Steuern und Prüfungswesen bietet ein breites Spektrum der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre und des Rechnungswesens. Die betriebswirtschaftlichen Studieninhalte orientieren sich schwerpunktmäßig an den Anforderungen der steuerberatenden Berufe.
Einsatzgebiete und Berufsaussichten der AbsolventInnen
Einsatzbereiche der AbsolventInnen sind primär Steuerberater- und Wirtschaftsprüferpraxen. Es kommen jedoch auch Tätigkeiten in anderen kaufmännischen Bereichen in Betracht.
Der erfolgreiche Abschluss des Studiums an der Dualen Hochschule und eine anschließende dreijährige praktische Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerwesens ermöglichen die Zulassung zur Steuerberaterprüfung (§36 Abs.1 Nr.2 Steuerberatungsgesetz). Die Zulassung zur Wirtschaftsprüfer-Prüfung ist nach vierjähriger Tätigkeit als Mitarbeiter eines Wirtschaftsprüfers oder einer WP-Gesellschaft gem. §8 Abs.2 Nr.3 Wirtschaftsprüferordnung möglich.
Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium
Die Komplexität der Studieninhalte setzt ein gewisses Maß an analytischem Denken und den Willen voraus, sich mit Daten und Fakten kritisch und kreativ auseinander zu setzen. Die Studienbewerber sollten sich durch Interesse an wirtschaftlichen und in besonderem Maße steuerlichen Fragestellungen sowie durch Freude am Umgang mit Menschen auszeichnen. Vorkenntnisse im Rechnungswesen oder Steuerrecht, z.B. als Steuerfachangestellter oder Praktikant, erleichtern den Einstieg, sind jedoch für ein erfolgreiches Studium nicht erforderlich.
Praxisphasen im Ausbildungsunternehmen
Während der Praxisphasen haben die Studierenden die Möglichkeit, die in den Theoriephasen erlernten Inhalte zu vertiefen und die Praxislösungen kennen zu lernen. Gleichzeitig erwerben sie in zunehmend eigenverantwortlicher Weise betriebliche Fachkenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen.
Theoriephasen an der Dualen Hochschule
Bereits im Grundstudium werden neben der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre die wichtigsten Steuerrechtsgebiete sowie Sozialversicherungsrecht, Berufsrecht und Praxisorganisation gelehrt. Daneben werden rechtliche und volkswirtschaftliche Fragestellungen behandelt. Dazu kommen Pflichtveranstaltungen in Mathematik und Statistik sowie Datenverarbeitung.
Das Hauptstudium (5. und 6. Semester) beinhaltet neben den Fächern Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre die Schwerpunkte 1. und 2. Spezielle Betriebswirtschaftslehre. Im Rahmen der 2. Speziellen Betriebswirtschaftslehre wird zwischen den zwei Vertiefungsrichtungen Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Prüfungswesen gewählt.
Neben den fachbezogenen Vorlesungen werden Veranstaltungen zur Verbesserung der Lern-, Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit angeboten, bei welchen fachübergreifende Qualifikationen wie Teamfähigkeit, Sozial- und Methodenkompetenz in besonderem Maße gefördert werden. Unternehmenssimulationen vermitteln Zusammenhangwissen und fördern teamorientiertes, kreatives Denken. Leitgedanke der Unternehmensplanspiele ist ein schnelles, risikoloses und nachhaltiges Sammeln von praxisbezogenen Erfahrungen nach der Maxime „learning by doing“.
Schließlich wird der Umgang mit den wichtigsten in der Praxis eingesetzten EDV-Programmen gelehrt. Aufgrund eines Bildungspartnerschaftsvertrages mit dem Software- und Systemhaus DATEV können die Studierenden u.a. die LEXinform Datenbanken – für nichtkommerzielle Zwecke – nutzen.